Vom 01.08. bis 02.08. ging es in die zweite Heimat: Egmond aan Zee. Trotz der kurzen Reisedauer war das Auto proppevoll. Denn mit Hund und Hundebox im Auto, blieb nur Platz für Taschen und Equipment auf der Rückbank zwischen dem Kindersitz. Die Selbständigkeit unserer Siebenjährigen nutzten wir schamlos auf einem Parkplatz eines Gelsenkircheners Supermarkts aus und ließen und Kaffee ans Auto bringen, bevor wir auf die Autobahn auffuhren. Am Nachmittag erreichten wir Egmond, parkten direkt am Strand und betraten unser Appartment. Erstmals hatten wir zusammen als Familie eine Wohnung mit Strandlage und zwar im Appartmenthaus Trintel. Schon bei meinem letzten Trip war hier für ein paar Tage untergekommen und erfuhr, dass das Appartment in der ersten Etage auch Hunde erlaubte. Das war wirklich Ideal und die Wege zum Gassigehen und zur Strandbar entsprechend kurz. Nachdem Auspacken starteten wir mit einer großen Gassirunde am Strand bei schönstem T-Shirt-Wetter, bevor wir am frühen Abend an der Strandbar einkehrten.
Der Regen hielt am zweiten Tag bis mittags an, aber es klarte schnell auf. Dieses Zeitfenster nutzte unsere Tochter, trotz des frischen Windes mit Badeanzug und Puppe im Meer herumzutollen. Doch es zog schnell wieder zu und wurde kälter, sodass wir den Tag nicht nur am Meer verbrachten, sondern auch noch über die Einkaufsstraße flanierten und die Spielplätze der Umgebung. Am Abend beobachten wir den Sonnenuntergang von unserer kleinen Terrasse.
Das schöne Wetter lockte am dritten Tag zahlreiche Familien an den Strand. Aufgrund der Ferien hatte ich es mir allerdings noch sehr viel voller vorgestellt und war positiv überrascht. Vielleicht lag es auch an den Preisen, die in Egmond derzeit aufgerufen werden und die einen Familienurlaub ganz schön teuer machen können.
Am vierten Tag gab es neben dem täglichen Strandaufenthalt noch eine Besonderheit. Wir gingen auf Schatzsuche und Abenteuertour. Ich hatte am Vormittag eine Zeitschrift und Spielzeug gekauft und heimlich in den Sanddünen am Leuchtturm vergraben. Und so folgten wir am Nachmittag der kleinen Schatzkarten, die immer Bestandteil des Schatztruheneis, das es an der Strandbar zu kaufen gibt. Mit Sparten bewaffnet fand Josefine nach einigen Fehlversuchen das richtige Versteck, dass mit einem Kreuz aus Ästen markiert war und freute sich über den Schatz und das Spielzeug.
Am fünften Tag besuchten wir unserer Freunde Mimi und Daniel mit ihrem Sohn Vincent in St. Maartenszee, die dort häufig ihrem Urlaub mit ihrem Wohnwagen verbringen. Die Mädels gingen mit den Hunden spazieren und machten es sich beim Bierchen gemütlich, wir Jungs besuchten den Freizeit- und Spielepark DeGoudvis, der zu Fuß vom Campingplatz zu erreichen war. Und dieser hat mir echt gut gefallen. Tolle Spielgeräte, Tretbootfahren, Hüpfkissen und eine große Indoorhalle für die Kids, die sich so richtig austoben und nebenbei noch Pommes und Frikandel essen konnten.
Den sechsten und siebten Tag verbrachten wir ausschließlich am Strand. Denn das gute Wetter lud dazu ein, sich im Meer auszutoben, über brechende Wellen zu springen und sogar ich, traute mich mit meiner Tochter ins tiefere Gewässer und versuchte der Strömung zu trotzen. Unsere Tochter hatte wohl das Gefühl, dass uns das Geld ausging und versuchte uns zu unterstützen. Sie sammelte Muscheln am Strand und versuchte diese mit Gesang und marktschreierischen Qualitäten, auf ihren „Verkaufsstrand“ am Strandeingang aufmerksam zu machen. Allerdings musste sie feststellen, dass die Nachfrage ihres Produkts wegen sowieso vorhandener Bodenschätze dieser Art nicht gerade groß war. Sie änderte ihre Verkaufspraktik und lief von nun an den Leuten leicht penetrant hinterher, um ihr Produkt anzupreisen und verkaufte tatsächlich die ein oder andere Muschel… wohl eher aus der Tatsache, das „nervende“ Kind loszuwerden, anstatt aus echtem Interesse an den Muscheln. Aber was soll’s, ein kleines Taschengeld kam zustande.
Achter Tag: Der Urlaub ist zu Ende. Nach einer morgendlichen Runde und einer oberflächlichen Reinigung des Appartments, verließen wir Egmond und fuhren zurück nach Hause. Der Aufenthalt im Trintel und vor allem der Standort direkt am Strand haben uns super gefallen. Ich denke wir werden dort noch einmal einkehren.